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Orte der Unsichtbarkeit

Universität Hamburg & Landeszentrale für politische Bildung Hamburg – gefördert im Bundesprogramm „Jugend erinnert“, Förderlinie SED-Unrecht

Von 2021 bis 2023 realisierte das Arbeitsfeld Public History der Universität Hamburg gemeinsam mit der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg das Projekt „Orte der (Un-)Sichtbarkeit“. Ziel war es, Erinnerungsorte sichtbar zu machen, die mit DDR-Flucht, Ankommen in Hamburg und Erfahrungen von SED-Unrecht verbunden sind. Viele dieser Orte sind im Stadtbild präsent, aber ihre historische Bedeutung bleibt oft unsichtbar.

Um diese Geschichten zugänglich zu machen, wurden Interviews mit Zeitzeug:innen geführt und biografisches Material gesammelt. Daraus entstanden fünf multimediale Touren mit insgesamt 16 Stationen in Hamburg. Per Audiowalk können Besucher:innen heute die Stadt auf neue Weise erkunden: vertraute Orte wie Landungsbrücken oder Reeperbahn werden zu Stationen einer Spurensuche nach DDR-Geschichte.

Begleitet wurden die Touren von Podcasts, einer Ausstellung im Universitätsmuseum Hamburg und Bildungsmaterialien für den Unterricht. Ein Schwerpunkt lag auf der Einbindung junger Menschen mit Migrationserfahrungen, um vielfältige Perspektiven in die Erinnerungskultur einzubeziehen.

Das Projekt benötigte eine eigenständige Website mit Kartenfunktion, um die Touren, Orte und Geschichten sichtbar zu machen. Ein Standard-CMS der Universität hätte weder die Flexibilität noch die visuelle Identität geboten, die für die Öffentlichkeitsarbeit nötig war. Die eigene Plattform ermöglichte es, Veranstaltungen zu bewerben, Inhalte zu präsentieren und die Ergebnisse langfristig zugänglich zu halten.

Die Wirkung war nachhaltig: Die Audiowalks sind dauerhaft online verfügbar, die Ausstellung „Demokratie vor Ort“ führte das Thema 2024 weiter. „Orte der (Un-)Sichtbarkeit“ gilt heute als Beispiel für Public History, das akademische Forschung, politische Bildung und urbane Erinnerungskultur erfolgreich verbindet.

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