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Streetart Explorers

Universität Hamburg & Kulturpixel e. V. – gefördert durch die Landeszentralen für politische Bildung Niedersachsen und Hamburg

StreetArt ist mehr als Gestaltung im öffentlichen Raum – sie transportiert politische Botschaften, gesellschaftliche Konflikte und lokale Erinnerung. Mit dem Projekt StreetArt Explorers (2021–2023) wurde diese Form urbaner Kultur systematisch für historisch-politische Bildung erschlossen.

Das Projekt verband Forschung, Lehre und Bürgerbeteiligung. In Workshops und Seminaren setzten sich Jugendliche, Studierende und Multiplikator:innen mit StreetArt als Quelle auseinander: Wie spiegeln Graffiti und Murals gesellschaftliche Spannungen? Welche Narrative entstehen, wenn man sie historisch liest? Studierende dokumentierten in Citizen-Science-Modulen StreetArt in ihrem Umfeld, etwa im Hamburger Grindelviertel, und reflektierten die Ergebnisse gemeinsam.

Kern des Projekts war eine Online-Plattform, die eine interaktive Karte, eine Galerie und einen Blog verbindet. Bürger:innen konnten StreetArt einreichen, verorten und beschreiben. So entstand ein wachsendes Archiv, das künstlerische Ausdrucksformen sichtbar macht und Diskussionen über deren historische und politische Dimension ermöglicht. Ergänzt wurde die Plattform durch Open Educational Resources (OER): Arbeitsmaterialien und Module, die Schulen und Bildungseinrichtungen frei nutzen können.

Eine Einbindung in das Standard-CMS der Universität hätte weder die Kartenfunktion noch die partizipative Plattform ermöglicht. Deshalb wurde eine eigenständige Projektwebsite entwickelt, die Flexibilität und eine eigenständige visuelle Identität bietet.

Die Wirkung des Projekts zeigt sich in mehreren Dimensionen: StreetArt Explorers etablierte StreetArt als ernstzunehmendes Medium der Public History, wurde in die Hochschullehre integriert und schuf Materialien für die politische Bildungsarbeit. Auch nach Projektende bleibt das Portal online und nutzbar.

Damit ist StreetArt Explorers ein Beispiel dafür, wie Citizen Science, digitale Plattformen und künstlerische Ausdrucksformen zusammenspielen können, um gesellschaftliche Fragen sichtbar und diskutierbar zu machen.

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